Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist eine Psychotherapieform, die auf der Annahme beruht, dass psychische Störungen erlernt werden und durch Lernen entsprechend auch verändert werden können. 

Dies geschieht z. B. durch neue Erfahrungen in aktuell problematischen Situationen, Änderung von Wahrnehmungen, Interpretationen, Sichtweisen von sich, anderen und der Welt oder Änderung von Haltungen.

Als grundlegende Lernmechanismen werden klassische und operante Konditionierung, Modelllernen und Einsichtslernen angenommen, die von Beginn des Lebens an wirken und nach bestimmten Regeln zu komplexen Verhaltensmustern führen. Einige davon erweisen sich im Wandel von Person und Umwelt als ungünstig und können zu psychischen Störungen führen. Um diese in eine gewünschte Richtung zu verändern benötigt man Zeit, Erleben und Übung.

 

Häufige Diagnosen nach ICD-10

F3 Affektive Störungen z. B. F33 rezidivierende depressive Störung.

F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen, z. B. F40 phobische Störungen, F41 andere Angststörungen, F42 Zwangsstörungen, F43 Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, F45 somatoforme Störungen.

F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren, F50 Essstörungen.